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Archiv für Mai 2008

Die Broilers beim Heimspiel im Düsseldorfer Stahlwerk

Am vergangenen Samstag, dem 10.05., hat die Düsseldorfer Punkrock-Querbeeteinfluss-Combo Broilers den zweiten Gig ihrer DVD-Record Show im Düsseldorfer Stahlwerk gespielt, nachdem sie am Vortag in Leipzig den ersten Teil ihrer beiden Shows gespielt hatten. Natürlich war ich da, um euch davon zu berichten.

Vor dem Konzert habe ich allerdings noch Andi, den Drummer und Chris, den Keyboarder erwischt, die mir ein kurzes Interview gaben. Eine ganz kurze Bandgeschichte, wann die DVD veröffentlicht werden soll, was das ganze mit Feuerpolka zu tun hat und vieles mehr erfahrt ihr hier:
[audio:interview_broilers.mp3]

Es wurde groß aufgefahren am Samstag im Stahlwerk. Komplett ausverkauft, wie auch die letzten Shows sowie die auf 2222 Stück limitierte Ruby Light & Dark EP vor einigen Wochen, über 2000 Leute versammelten sich also im Stahlwerk, über 5 Videokameras, eine davon auf einem Kameraarm, der quer durch die Halle ragte, dass sind schon einmal gute Vorraussetzungen für eine gelungene DVD-Recording-Show, des weiteren waren es bis 20 Uhr noch ca. 25°C Außentemperatur (ja, das brachte mich auf der Fahrt nach Düsseldorf ordentlich ins Schwitzen)

Aber es sollte noch besser werden: Die Vorband waren keine Unbekannten, es waren vier Psychobillys aus London, England, zwar waren diese vier Jungs hässlich, so wie die meisten Briten, aber sie machten verdammt gute Musik - es waren The Grit. Gegen 20 Uhr begannen die Vier mit ihrem Set, als erstes spielten sie ihren Hit “Surrender”, viele weitere grandiose Songs folgten, bei einigen gaben sich Herr Drummer, Herr Keyboarder und Herr Gitarrist der Broilers die Ehre, den Gesang zu unterstützen. Man kann sagen, da weiß jemand das Publikum, was zu der Zeit noch aus ca. 1000 bis 1500 Personen bestand, was wohl an dem schönen Wetter lag, richtig anzuheizen. Gegen kurz vor 21 Uhr waren sie dann fertig.

Was dann geschah, war einmalig. 2000 Leute, die eine gute halbe Stunde Sprechchöre alla “Let´s go Broilers” oder “Wir woll´n die Broilers seh´n” durch die Halle schallen ließen. Gegen kurz vor 21:30 Uhr ging der Vorhang auf und die vier Herren und die eine Dame stürmten auf die Bühne. Los ging es dann mit “Zurück zum Beton”, das Publikum tobte, die Luft war hier schon ohne Motorsäge nicht mehr zu schneiden, ohne Pause ging es mit “Mit einem Fuß im Grab”, “Geboren zu Gewinnen” und dem Hit der letzten EP “Ruby Light & Dark”, erst jetzt kam die erste Begrüßung ans Publikum. Weiter ging es mit Songs wie “Köngisallee”, “Nur die Nacht weiß”, “69-77-88″ oder “Ich sah kein Licht”. Gespielt wurde in einer unglaublichen Geschwindigkeit, nach einer guten halben Stunde waren schon 10 Songs gespielt, verstärkt wurden die Broilers heute von einem Bläsersatz.

Jetzt folgte ein interessantes Cover des Songs “Skinhead Girl”, weiter ging es mit “An all den Schmutz” und “Wenn du jetzt denkst”, irgendwo hier machte auch jemand auf der Bühne seiner Liebsten einen Heiratsantrag, die natürlich bejahte, natürlich verließen die beiden dann auch unter Beifall die Bühne, das scheint momentan Trend zu sein, auf Punkrock-Konzerten Heiratsanträge zu machen.

Dann spielten die 4 Düsseldorfer und eine Düsseldorfin Lieder wie ” Heute schon gelebt”, “Lost Soul”, “Hexenjagd” und einem Medley aus “Verlierer sehen anders aus”, “Weg von den Straßen”, “Paul der Hooligan” und “Werdet ihr folgen?”. Hier war das reguläre Set schon fast vorbei. Es folgten noch die 4 etwas älteren Songs “Dumm & Glücklich”, “In 80 Tagen um die Welt”, “Dein Leben” und als Ende “Meine Sache”, das Publikum kochte fast über vor Begeisterung, hier verließen die Broilers nun die Bühne, nach 22 Songs und über 1:30h Spielzeit.

Das Publikum wollte jedoch mehr, das sollten sie dann auch bekommen: Nach kurzer Zeit, überbrückt mit abermaligen Sprechchören kamen die Broilers noch einmal auf die Bühne um “Alles was ich tat”, “Weißes Licht” und “Geister die ich rief” zu spielen, das war der Audienz scheinbar trotzdem nicht genug, so mussten noch weitere 4 Zugaben gespielt werden, unter anderem “Woke up this Morning”, dem Sopranos Theme Song, der auch auf der Ruby Light & Dark EP zu finden ist. Schlussendlich beendeten die Broilers ihr Heimspiel in Düsseldorf mit dem ersten Song, den sie jemals auf einer Platte veröffentlicht haben, das war 1996, der Song heißt “Schenk mir eine Blume”, so ging ein ganz besonderes Konzert, 29 Songs in knapp 2 Stunden, für das Publikum und auch für die Broilers zuende, die laut eigener Aussage das erste mal in Begleitung ihrer Eltern ein Konzert spielten.

Der Abend sollte allerdings noch nicht enden, bei der Aftershowparty im Stahlwerk wurde noch feucht-fröhlich bis in den frühen Morgen gefeiert.

Im übrigen erscheint die DVD wohl Ende diesen/Anfang nächsten Jahres. Die Broilers könnt ihr z.B. am 28.06. beim Vainstream Rockfest in Münster oder beim Fear & Fury Festival am 20.08. in Herne bestaunen.


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