Archiv für Februar 2008
Rantanplan - Matrix, Bochum, 08.02.2008
Freitag, 08.02.2008
Rantanplan (Punk/Ska/Pop-Punk / Hamburg)
Trustgod Simon (Asi-Punkband / Dinslaken)
Matrix, Bochum
VVK 10€/AK 13€
Begin: 20:00
Hallo liebe Leser, hier gibt es den ersten Konzertbericht 2008!
Es war Freitag, der Patty machte sich auf, um über ein Konzert von Rantanplan zu berichten. Also ab ins Auto, Navi an und eben nach Bochum in die Matrix. Denkste!
Wie gesagt, es war Freitag, A40 - Stau, aktive Stauumführung beim Navigationsgerät - funktioniert nicht, klasse!
So war ich dann gegen 20:30 da, wäre ich früher dagewesen, könntet ihr hier noch ein Interview mit Rantanplan lesen, schade, blöder Stau.
Nun, so sah ich dann noch den restlichen Teil der Band “Trustgod Simon”, die Leute, die gelegentlich bei TrinkGut einkaufen, wissen, woher der Name kommt.
So in etwa kann man sich auch die Band vorstellen. Vollasis aus Dinslaken mit Songs über Alkohol und Geschlechtsverkehr. Ich denke, diese Jungs kann man musikalisch zurecht in die Ecke Lokalmatadore, Pöbel & Gesocks oder Brigade S stellen.
Nichts desto trotz: Irgendwann war es dann endlich vorbei!
Gegen 21 Uhr betraten dann Rantanplan die Bühne, ohne viel Tätärätä ging es dann los mit Songs wie “Torpedo Hamburg Ahoi”, “Durch die Nacht fällt Schnee” oder “Hamburg, 8°, Regen”. Mittlerweile waren es leider weniger Zuschauer geworden als bei Trustgod Simon, es waren nur noch 200-300 Personen in der 900 Personen fassenden Halle.
Jetzt wurde es ruhiger, die Band setzte zum Klassiker “Unbekanntes Pferd” an, das Publikum war begeistert. Weiter ging es mit dem vom Berliner Liedermacher Funny van Dannen-Song “Staub” vom neuen Album der Band, das als Namen die Postleitzahl von Hamburg trägt. Um hier noch einmal die Band zu zitieren: “Auch Rollstuhlfahrer können Wixer sein”, die PC-Polizei kann das jetzt mit Blickrichtung Innenministerium Berlin interpretieren.
Weiterhin heizten die fünf Jungs, von denen einer ihr ehemalige Basser Peso war, dem Publikum mit Songs wie “Affe Loco”, “Der Panther” oder “Enter the Dragon”, ein weiterer Song vom neuen Album, ein. Bis hierhin war es ein großartiges Konzert, das genauso weitergehen sollte.
Die Jungs spielten noch ihre letzten Lieder wie “Nur der Mond ist Schuld”, “Peking Bordell” oder “Hallo, Hure Hamburg”, forderten zum Stage Diven und Surfen auf und surften Schlussendlich schweißgebadet selbst durch das Publikum in den Backstagebereich.
Doch das sollte es nicht gewesen sein: Der Bläsersatz ließ es sich nach grölenden Zugaberufen des Publikums eine kleine Alleinunterhalternummer darzubieten, schlussendlich versammelten sich die fünf Jungs noch einmal auf der Bühne und gaben noch vier Songs, unter anderem “Thu den Ska” und “Sissy” zum besten, bevor sie sich unter tosendem Beifall nun gegen 23 Uhr wirklich verabschiedeten.
Ein grandioses Konzert mit einer Asi-Vorband, die man sich hätte sparen können und leider etwas wenig Zuschauern, das ist mein Resümee des Abends, bevor ich mich auf den Heimweg machte, diesmal ohne Navi, dann aber am Kreuz Wuppertal-Nord endete und es dann doch wieder einschaltete um dann gegen halb eins meinem nächsten Termin entgegenzusteuern, aber das ist eine andere Geschichte…
Mark Foggo’s Skasters - Futurum, Prag, 19.09.2007
Mittwoch, 19.09.2007
Mark Foggo’s Skasters (Ska / Niederlande & Großbritannien)
Futurum, Prag
Eintritt 250 CZK (ca. 9€)
Beginn 21:30
Tja, da ist man mal in Prag, genießt gerade das leckere tschechische Bier für wenig Geld in einer netten Drogenbar und schon flattert einem ein Flyer in die Hand, auf dem ein Mark Foggo’s Skasters-Konzert angekündigt wird.
Auf dem Weg quer durch Prag in den südwestlichen Teil der Stadt plante man den Weg mithilfe eines Stadtplans von der Metrostation zum Club, der dann auch relativ problemlos gefunden wurde.
Erstmal rein. Eintritt 9€, Bier (0,5l) 1€, so hat man es doch gerne in diesem netten kleinen Kellerclub in Prag, der ca. 500 Besucher fasst, 200 waren ca. an diesem Mittwoch da, der Sound, der vom DJ kam, ließ zu wünschen übrig.
Gegen 21:30 stürmte dann Mark Foggo mit seinen Skasters auf die Bühne, er begrüßte die “Skapeople” mit dem Song “Bumpy Airlines”, allein die Gestik und die Mimik überzeugten vom ersten Moment. Weiterhin heizten die Skasters den Pragern mit Songs wie “Haircut” oder “Ramona from Barcelona” ein.
Nach weiteren Songs in ca. einer Stunde und dreißig Minuten verabschiedeten sich die Mark Foggo Skasters und wünschten sich ein Wiedersehen in nicht all zu großer Ferne, so soll es auch sein, am Dienstag, dem 02.10. spielen sie im Druckluft in Oberhausen.
Noch ein paar Bier, noch ein wenig Shopping am Labelstand von den Skasters und dann gegen 24 Uhr zurück zum Hotel, vielmehr in die Bar in der Nähe des Hotels, da in Prag die Metro nur bis 24 Uhr fährt, musste das sein, sonbst gäbe es kein Zurückkommen mehr.
Rock am Ring 2007
Freitag, 01.06.2007 - Sonntag, 03.06.2007
u.a. mit 30 Seconds To Mars, Aiden, Arctic Monkeys, As I Lay Dying, Beatsteaks, Billy Talent, Bloodsimple, Breed 77, Charlotte Hatherley, Chimaira, Devildriver, Die Ärzte, Disco Ensemble, Down Below, Dragonforce, Enter Shikari, Evanescence, Fair To Midland, Finley, Funeral For A Friend, Ghosts, Gogol Bordello, Good Charlotte, Groove Armada, Head Automatica, Hinder, In This Moment, Jan Delay & Disko No.1, Kaiser Chiefs, Kilians, Killswitch Engage, Korn, Lamb Of God, Lez Zeppelin, Linkin Park, Little Man Tate, Lost Alone, Machine Head, Mando Diao, Maximo Park, McQueen, Megadeth, MIA., Mr Hudson & The Library, Muse, Mutemath, My Chemical Romance, Ohrbooten, One Fine Day, Paolo Nutini, Papa Roach, Paramore, Pohlmann, Razorlight, Revolverheld, Saosin, Silverstein, Slayer, Smashing Pumpkins, Smoke Blow, Stone Sour, Sugarplum Fairy, Sunrise Avenue, Tele, The Cat Empire, The Cribs, The Fratellis, The Gallows, The Higher, The Hives, The Kooks, The Sounds, The Used, The White Stripes, Travis, Turbostaat, Type O Negative, Under The Influence Of Giants, Velvet Revolver, Wir Sind Helden, Wolfmother, Zoot Woman
Nürburgring
Eintritt: 125€
(Nach Vorbereitungen am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, die ich einfach mal auslasse:)
Freitag Morgen, 6 Uhr früh, meine Freundin weckt mich, es soll bald zur großen Reise in die Eifel gehen…noch ein letztes mal geduscht, ein wassergespültes WC besucht, gefrühstückt, ab nach Asberg zum Kirchplatz, wo sich schlussendlich 6 Leute in 3 Autos auf die Reise zum Rock am Ring 2007 machen sollten, um 8:30 Uhr ging es los, gegen 10:30 kamen wir an.
Toll, alle Zeltplätze belegt, wir mussten nach ca. einstündigem Herumfahren ausweichen auf einen provisorischen Zeltplatz im 5 km entfernten Gewerbegebiet, es regnet, das 6-Mann-Zelt wird aufgebaut, ich stand mit der ersten Dose Whiskey-Cola daneben und schaute den Damen bei der Arbeit zu, dann gabs das erste mal Essen, Maggi Penne mit Mozarella-Tomatensoße, denn wir hatten nur Dosennahrung eingepackt.
Irgendwann machten wir uns zu Fuß im strömenden Regen mit Festivalkarte und Alkohol bewaffnet auf zum Festivalgelände, gegen 14 Uhr kamen wir an, besorgten uns ein Festivalbändchen,
da begann auf der Alternastage schon Lez Zeppelin zu spielen, sehr viel habe ich nicht von denen mitbekommen, obwohl ich vor der Bühne stand, es mag daran liegen, das es mich im strömenden Regen nicht interessiert hat, dieser wurde auch immer stärker, also suchten wir im Zelt Schutz vorm bösen Nass.
Gegen 16 Uhr sollten (immer noch im Regen) Little Man Tate auf der Alternastage spielen, ein Mitreisender wollte sie sehen, also begleitete ich ihn, netter, straighter Rock, die Band ging, mein Begleiter auch, ich allerdings nicht, denn jetzt sollte eine geniale australische Band spielen: The Cat Empire. Mit ihrer Mischung aus Jazz, Ska, Funk, Latin, Hip Hop und Rock brachten sie die bis dahin ca. 2000 Zuschauer während ihres 45-minütigen Auftritts trotz des Regens zum tanzen. The Cat Empire, mein persönliches Festivalhighlight!
Danach, auch sehnlichst von mir erwartet, spielten Gogol Bordello ein grandioses Gypsypunk-Konzert mit Songs wie “Think locally, fuck globally” oder “Start wearing purpel” und gnadenloser Bühnenshow.
Im Anschluss, mittlerweile war es 18:50 und es regnete immer noch, spielten Razorlight ihr Set, nicht meine Musik, aber in der Zwischenzeit war meine Freundin zu mir gestoßen, das entschädigte für einiges. Weiterhin ist es in den vordersten Reihen immer voller geworden.
Darauffolgend, ein weiteres Highlight: Jan Delay & Disko No. 1 - einfach nur noch geil, der vorderste Abschnitt vor der Bühne war mittlerweile voll, als Jan Delay sein Konzert in der Dämmerung bei Regen um 20:00 Uhr begann, die Menge war begeistert und tanzte…leider nur 45 Minuten, danach war das Konzert laut Zeitplan zu Ende, die Band musste die Zugabe-Schreie ignorieren, Herr Delay verabschiedete sich mit einem “Danke, das ihr da wart. Wir würden auch noch gerne, aber die lassen uns keine Zugabe mehr spielen…Hurensöhne”…solche Leute sind noch Musiker mit Herz, aber ob er nächstes Jahr nochmal gebucht wird, ist zumindest für mich fraglich.
Dann war erstmal eine Pause für mich angesagt, der Regen ließ mittlerweile nach und 7 Stunden stehen schlaucht doch ganz schön.
Mittlerweile war mein anderweitig angereister Schlagzeuger auf dem Festivalgelände zu uns gestoßen und wir wollten uns die Arctic Monkeys ansehen. Mit einiger Verspätung spielten sie doch noch ein schönes Konzert, ob allerdings irgendjemand die ganze Zeit am Main-Equalizer rumspielte oder nur der Line-Array-Controller defekt war, weiß ich nicht, auf jeden Fall war der Sound grauenhaft.
Nun spielten The White Stripes, von deren Konzert “gönnte” ich mir eine halbe Stunde, danach wollten wir alle nicht mehr und machten uns auf den Heimweg. Erfreulicher Weise stellte sich heraus, das ein Bus zu unserem Zeltplatz fuhr, wir uns somit 50 minuten Fußmarsch gespart hatten.
Dort angekommen gab es noch ein leckeres Gladiator und dann ging es ab in den Schlafsack.
Am Samstagmorgen weckte mich dann erstaunenswerterweise die Sonne…es war richtig heiß. Nach Frühstück, Zähneputzen, essen, trinken, Mittagessen und anderen Dingen ging es dann auf zum Festivalgelände (gegen 16:00), diesmal mit dem Bus. Nachdem wir durch den Einlass waren, machte ich mich auf zur Centerstage, grauenhaft, groß und überfüllt…aber Wolfmother spielten ein schönes Konzert, im Anschluss spielten die Kaiser Chiefs…mein einziger Kommentar zu denen: Mensch sehen die alle scheiße aus!
Danach ging es ins Coca Cola Club Tent, wo dann die Berliner HipHopReggaeCrossoverband Ohrbooten spielen sollten. Etwas wenig Publikum, was sich allerdings mit der Zeit änderte, ich stand in der ersten Reihe, irgendjemand hinter mir hat sich in die Hose gemacht, zumindest roch es so…nach dem Konzert zeigte die Band noch Fannähe, die ich auf so einem großen Festival nicht erwartet hätte, Gespräche, Fotos, Autogramme, und das alles ganz locker und ohne viel Security-Tätärätäh…
Kurze Pause außerhalb des Festivalgeländes, währenddessen setzte der Regen ein.
Auf zu den Beatsteaks (Centerstage, für 60.000 Leute ausgelegt), meine Freundin suchen (”Ich steh hier zwischen nem Bierstand und ner Pizzabude”, davon gabs dann aber je ca. 20), die ich auch nach einigen Telefonaten fand. Beatsteaks: schönes Konzert, nette Band, abwechslungsreicher Sound.
Danach gings dann zur Alternastage, auf dem Programm standen Stone Sour, Machine Head und Slayer, in der Reihenfolge, wie sie gespielt haben, so hab ich sie aufgezählt und so haben sie mir auch gefallen.
Danach mit dem Bus zurück zum Zelt - Nachbarn kennengelernt, in ihren Vorgarten gepinkelt, mit ihnen bis in die frühen Morgenstunden gesoffen, schlafen gegangen.
Sonntag holte mich eine Magen-Darm-Verstimmung ein, deshalb machte ich mich noch in der Nacht auf den Rückweg, vorher genoss ich allerdings noch einen schönen Rock am Ring Abschluss mit Mia und darauffolgend Travis, zwei sehr schöne Konzerte.